Schrift und Schriftspracherwerb

Grundschrift

Seit dem Schuljahr 2025/26 lernen die Kinder an der Dinkelbergschule nicht mehr die Lateinische Ausgangsschrift, sondern die Grundschrift.

Die Grundschrift wurde eingeführt, um den Kindern die Entwicklung einer eigenen Handschrift zu erleichtern. Sie lernen keine Druckschrift mehr, sondern sofort die Grundschrift – anfangs unverbunden.

Wie ist die Grundschrift gestaltet?

Während bei der Druckschrift jeder Buchstabe einzeln steht und bei der Schreibschrift die Buchstaben miteinander verbunden sind, stellt die Grundschrift eine Mischform dar:
Sie kombiniert die einfache Form der Druckschrift mit der schnellen und flüssigen Bewegung der verbundenen Schreibschrift.
Aus den Buchstaben der Druckschrift heraus sollen die Kinder lernen, eine eigene flüssige, verbundene Schrift zu entwickeln.
Bei Kleinbuchstaben gibt es in der Grundschrift eine Hilfestellung für die Verbindung: Nach oben schwingende Wendebögen bei a, d, h, i, k, l, m, n, t und u regen zum Experimentieren in Richtung eines natürlichen Schreibflusses an.

Anlauttabelle aus unserem Unterrichtswerk  „Jo-Jo“ (Cornelsen-Verlag)  für die 1. Klasse:

Die Grundschrift ist also eine eigene Schriftart, die aus der Druckschrift entwickelt wurde.
Sie ersetzt keine klassische Schreibschrift, sondern führt Kinder dazu, eine individuelle, lesbare und geläufige Handschrift zu entwickeln.

 

 

 

 

FRESCH

Der Begriff  FRESCH  steht als Abkürzung für Freiburger Rechtschreibschule.

„FRESCH ist eine Methode zur Förderung von Kindern mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, die von Heide Buschmann und Günter J. Renk an der Schulpsychologischen Beratungsstelle Waldshut entwickelt wurde.
Neuere Forschungsergebnisse und die Erfolge in der Schulpraxis bestätigen die Bedeutung der Integration von Bewegung und Wahrnehmung.
Der Schriftspracherwerb orientiert sich am Silbenlesen und -schreiben, indem Sprache, Rhythmus und Bewegung synchronisiert werden. Ursprünglich für Kinder mit LRS entwickelt, hat sich die Methode inzwischen auch im „normalen“ Schreibunterricht der Grundschule sowie im Förderunterricht aller Schularten bewährt.“ (vgl. http://www.fresch-renk.de/ )

Nach Besuchen von Fortbildungen zu FRESCH und vor allem nach sehr eindrucksvollen pädagogischen Nachmittagen mit Günter J. Renk hatte sich das Kollegium der Dinkelbergschule entschieden, FRESCH als Unterrichtsprinzip und Fördermethode zu praktizieren.
Für den Unterricht wurden Schulbücher gewählt, die diese Methode unterstützen.

Die Strategiesymbole helfen den Kindern beim Richtigschreiben von Wörtern.